Kambodscha ist das erste Land, in dem das DFKI 2019 zusammen mit der Weltbank und der lokalen Regierung ein Projekt zur Verbesserung der Abfallwirtschaft in den Städten Siem Reap und Sihanoukville startete. Das System zur Müllerkennung wird auch in Europa eingesetzt, unter anderem in Deutschland auf der Insel Spiekeroog nach den jährlichen Sturmfluten oder zuletzt im Ahrtal nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021. Egal, ob Asien oder Europa: In allen genannten Regionen erhält das DFKI Bilddaten, die es mit Hilfe von künstlichen, durch das Zusammenwirken von Mensch und Maschine trainierten neuronalen Netzwerken analysiert.
Auf der Grundlage der gewonnenen Bilddaten wird ein Algorithmus für ein KI-Modell entwickelt, mit dem sich die Menge sowie die Art des Mülls bestimmen lassen. Die Auswertung wird zurückgespielt an die zuständigen Behörden vor Ort. In Kambodscha zum Beispiel werden daraufhin Aktionspläne entworfen, mit denen die Regierung die Müllmenge bis zum Jahr 2025 deutlich reduzieren will.
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